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21-03-2019
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Das bewegte die BürgerInnen in Germering

beim Bürgerforum "Mitreden über Europa"

Über 100 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am 21. März 2019 in der Stadthalle Germering, um im Rahmen des EU-Bürgerforums „Mitreden über Europa“ mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu diskutieren.

Andreas Haas, Oberbürgermeister der Stadt Germering, begrüßte die zahlreichen Gäste. Auch wenn Germering nur eine kleine Kreisstadt sei, die in Europa nicht sehr bekannt ist, geschehe doch viel Europa vor Ort. Damit pochte Haas vor allem auf die alltäglichen Begegnungen mit Europäischem Recht, wie bei der Datenschutzgrundverordnung und der Trinkwasserrichtlinie. Die Bürgerinnen und Bürger seien angehalten „auch über den Tellerrand der eigenen Kultur, Erfahrungen und Familie“ zu blicken und die Werte der EU - Sicherheit, Freiheit und Frieden - im Angesicht nationalistischer Tendenzen hochzuhalten. Mit abschließenden Worten leitete Haas an die Podiumsrunde weiter: „Die EU ist nicht bloß ein Wirtschaftsmarkt, sondern auch ein Lebensgefühl und unsere Zukunft.“

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Europas größte Herausforderungen:

Klimaschutz, Lebensqualität, Arbeitsplätze

Christian Deutschländer, Redakteur beim Münchner Merkur, moderierte die zweistündige Diskussionsrunde und leitete Fragen aus dem Publikum an das Podium weiter. Die Europaabgeordneten Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP), Prof. Dr. Angelika Niebler (CSU) und Maria Noichl (SPD) stellten sich den Fragen der Anwesenden. Auf die Einstiegsfrage, was denn die größte Herausforderung für Europa sei, stellte Noichl den Schutz des Planeten sowohl in Bezug auf Klima und Abrüstung wie auch den Begriff der Gerechtigkeit in den Vordergrund. Deutschland habe eine Vorbildfunktion, denn Europa „kann nur auf gutem Boden wachsen und dieser heißt Demokratie, Solidarität, Frieden, Freiheit und Gleichheit.“ Prof. Dr. Niebler griff den Aspekt des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit auf. Die Arbeitswelt verändere sich und Europa müsse mit der Konkurrenz aus den USA und China mithalten. Die größte Herausforderung sei die Aufrechterhaltung unseres Lebensstandards und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, so Niebler. Prof. Dr. Buchner folgte Noichl und beschrieb den Klimaschutz als größte Aufgabe der EU. Kurzfristiger Profit dürfe nicht wichtiger sein als die Zukunft unserer Kinder, ergänzte er. „Es gibt viel zu tun“ fasste Prof. Dr. Buchner das Gehörte zusammen.

Die Themen zur Europawahl sind vielseitig

Weiterhin sorgte der neue Mobilfunkstandart 5G und mögliche befürchtete gesundheitliche Gefahren für Diskussion. Prof. Dr. Niebler versicherte, dass die Frequenzen geprüft würden, gab aber an, dass im Moment weniger gesundheitliche, sondern vielmehr wirtschaftliche Fragen im Mittelpunkt stünden. Dem widersprach Prof. Dr. Buchner. Seiner Meinung nach müssten die gesundheitlichen Faktoren im Vordergrund stehen. So müssten beispielsweise die Stellung der Masten optimiert und Grenzwerte eingehalten werden.

Zum Schluss stand noch die Frage im Mittelpunkt, wie junge Erwachsene für die Wahl begeistert werden können. Prof. Dr. Niebler entgegnete, dass es dafür kein Patentrezept gebe, aber Informationen über Soziale Medien und jüngere Kandidaten aus den unterschiedlichen politischen Lagern ein wichtiger Weg seien. Die jungen Menschen müssen ernst genommen werden, man müsse ihnen zeigen, dass man ihre Sorgen versteht und sich im persönlichen Gespräch nahbar machen, so Noichl.

Bei einem lockeren Empfang im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit den Abgeordneten und ließen den Abend ausklingen.

 

© Fotos: EU 2019 - Europäisches Parlament

 

Programm:

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Veranstaltungsreihe: Bürgerforen "Mitreden über Europa"

Die Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland (Berlin und München) organisieren schon seit vielen Jahren mit großem Erfolg die an wechselnden Orten in Deutschland stattfindende Veranstaltungsreihe "Mitreden über Europa".

Ihr Ziel ist es, ein Forum für den Europadialog vor Ort zu schaffen. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, in ihrer Heimatstadt mit gewählten Vertretern und Experten zu diskutieren und so die Europapolitik mit zu gestalten. Besondere Bedeutung hat dabei die regionale bzw. lokale Dimension europäischer Politik. "Mitreden über Europa" zeigt, dass die Politik der EU nicht nur in Brüssel, sondern auch vor Ort gemacht und beeinflusst wird.

Als Diskussionspartner stehen Mitglieder des Europäischen Parlaments der jeweiligen Stadt bzw. Region zur Verfügung. Die Moderation übernimmt in der Regel ein Medienvertreter aus der Region.