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19-12-2011

Spannende Bürgerdiskussion zu EU-Themen in Klosterneuburg

Es war eine spannende Diskussion Freitag abends im Augustinussaal des Stifts Klosterneuburg. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit und diskutierten beim Bürgerforum des Europäischen Parlaments mit ihren Vertretern auf kommunaler und europäischer Ebene ihre Anliegen an die Europäische Union.

Im Mittelpunkt der vielen Fragen an die Abgeordneten zum Europäischen Parlament Ulrike Lunacek, Karin Kadenbach sowie die Niederösterreichische Landtagsabgeordneten Willibald Eigner standen neben dem Thema der aktuellen Währungskrise Fragen rund um die gemeinsame Außenpolitik der EU, die Erweiterung der EU, die Gesundheitspolitik, das Europa der zwei Geschwindigkeiten und der Demokratieentwicklung. Moderiert wurde die spannende Diskussion von Christoph Hornstein, Chefredakteur der NÖN Klosterneuburg.

Die Interessen der zahlreich erschienenen Klosterneuburger Bürgerinnen und Bürger waren vielfältig. Viele Fragen beinhalteten zukünftige Ausrichtungen und Schwerpunkte der Politik der Europäischen Union. Die Abgeordnete Kadenbach verwies in Zusammenhang mit einer Frage um die Erweiterung der EU auf die positiven Auswirkungen dieser auf die Festigung des Wirtschaftsstandortes NÖ. Gleichzeitig betonte Kadenbach, dass es nun zu einer Konsolidierungsphase kommen müsse.

Bürgerforen als wichtiges Instrument des EU-Dialoges

Im Mittelpunkt der vom Europäischen Parlament europaweit organisierten Bürgerforen steht der Dialog zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und deren Vertretern in den politischen Gremien auf kommunaler, regionaler und europäischer Ebene. Die Bürgerforen gibt es seit 2007 in Österreich, sie wurden bereits in allen Bundesländern mindestens ein Mal veranstaltet. Nach sehr spannenden Diskussionen in Graz, Krems, Innsbruck, Linz, Salzburg, Villach, Eisenstadt, Wien, Dornbirn, Kapfenberg, Vöcklabruck, Wiener Neustadt, Wolfsberg, Laa an der Thaya und Lienz wurden nun die Fragen der Bürgerinnen und Bürger in Klosterneuburg beantwortet. Mag. Georg Pfeifer vom Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich bezeichnet einen offenen und konstruktiven Dialog zwischen BürgerInnen und deren VertreterInnen in EU-Themen als Ziel des Bürgerforums. Interessierten werde dadurch die Möglichkeit einer direkten Diskussion mit ihren gewählten Europaabgeordneten in Brüssel und Straßburg geboten und damit die Gelegenheit gegeben, Hintergründe über die Arbeitsprozesse im Europäischen Parlament und dessen Ausschüssen zu erfahren. Das nächste Bürgerforum des Europäischen Parlaments wird im Dezember in Steyr stattfinden.