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12-12-2013
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LUX-Preisträger Felix van Groeningen: "Auf dem schmalen Grat zwischen Komödie und Tragödie"

Endloses Glück und tiefste Trauer sind oft nur durch einen Augenblick, einen entscheidenden Moment voneinander getrennt. Felix van Groeningen zeigt diese magische Begegnung von Glück, Liebe und Trauer in seiner belgischen Liebesgeschichte "The Broken Circle Breakdown". Ein Paar muss mit dem Verlust eines geliebten Kindes umgehen. Am 11. Dezember wurde der Film mit dem LUX-Filmpreis 2013 des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. Nach der Zeremonie sprachen wir mit dem Regisseur.

The Broken Circle Breakdown hat bereits vor der Preisverleihung für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Hat Sie das überrascht?

Man erwartet das nie. Du hoffst darauf, aber wenn es passiert, ist es immer eine Überraschung.

Was bedeutet der LUX-Preis für Sie?

Der Preis ist großartig, denn er funktioniert auf einem sehr elitären und gleichzeitig auf einem sehr einfachen Level.

Dein Film wird überall in Europa gezeigt. Und genau deshalb machen wir Filme, um sie möglichst vielen Menschen zu zeigen.

Und gleichzeitig wir bekommen die Auszeichnung von den EU-Abgeordneten. Das heißt, sie haben den Film gesehen und das ist großartig. 

Ihre Schauspieler Veerle Baetens und Johan Heldenbergh sind fantastisch. Viel Ihnen dies Wahl schwer?

Johan Heldenbergh hat bereits in dem Theaterstück mitgespielt, auf dem der Film beruht. Es war also ziemlich klar, dass er die Rolle spielen muss. Während des Castings haben wir dann eine Reihe Schauspielerinnen eingeladen und als ich Veerle sah, wusste ich, sie ist es. Das war nicht schwer.

Die Chemie stimmte, aber es hat sich auch etwas verändert. Sie hat ihre Rolle stärker gemacht, besser und aufmerksamer.

Musik spielt in ihrem Film eine wichtige Rolle. Manche sagen, sie hätten sogar ein Bluegrass-Revival in Gang gesetzt. Freut Sie das?

Ich freue mich sehr für Johan (Heldenbergh), denn er ist ein echter Bluegrass-Missionar. Ich glaube wir haben ganze Arbeit geleistet, um die Leute zu bekehren.

Sie erzählen eine romantische, fast amüsante Liebeskomödie, die plötzlich zu einer düsteren Tragödie wird. Spielen Sie oft mit unterschiedlichen Genres?

Ich mache das nicht mit Absicht. Das ist als bewegt man sich auf einem schmalen Grat zwischen Komödie und Tragödie. Die Situation kann jederzeit in eine der beiden Richtungen kippen.

Mit solchen Klischees zu spielen, ist spannend. Ich bin kein Fan eines besonderen Genres. Das ist Teil des Geschichtenerzählens.

Was kommt als nächstes?

Ich arbeite an einem Film über zwei Brüder, die eine Bar eröffnen. Und natürlich ist eine Menge Musik mit dabei.

 

WEITERE INFORMATIONEN:

Felix van Groeningen gewinnt LUX-Filmpreis 2013
Webseite: LUX-Preis
Dossier: LUX-Preis 2013