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Presse - Fotografen
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Poster Frauentag 2014
Poster Frauentag 2014

Rückblick: Internationaler Frauentag 2014

In diesem Jahr hat das Europäische Parlament das Thema Bildung von Mädchen und Frauen, mit Schwerpunkt Entwicklungsländer, in den Mittelpunkt des Internationalen Frauentags gerückt.

Anlässlich des Internationalen Frauentags 2014 luden das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland und TERRE DES FEMMES e.V. am Sonntag, 9. März 2014 gemeinsam in die Astor Film Lounge. Nach kurzer Begrüßung durch den Leiter des Informationsbüros, Frank Piplat, und die Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES, Christa Stolle, wurde der Film "Festung" gezeigt. Im Anschluss gab es eine kurze Diskussionsrunde.

Auf dem Podium diskutierten:

  • Kirsi Marie Liimatainen - Regisseurin „Festung“
  • Birte Rohles - Referentin „Häusliche und sexualisierte Gewalt", TERRE DES FEMMES e.V.
  • Hiltrud Breyer (Bündnis 90/ DIE GRÜNEN) - Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Moderation: Frank Piplat

In diesem Jahr hat das Europäische Parlament das Thema "Gewalt gegen Frauen bekämpfen" in den Mittelpunkt des Internationalen Frauentags gerückt. Die Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) veröffentlichte kürzlich eine europaweite Befragung, die aufzeigte, dass jede dritte Frau in Europa bereits einmal in ihrem Leben Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt geworden sei. Keine große Überaschung für Birte ROHLES, Referentin für häusliche und sexualisierte Gewalt bei TERRE DES FEMMES e.V. Sie unterstrich, dass vor allem die negativen und folgenreichen Auswirkungen von Gewalt in der Ehe auf die Kinder unzureichend thematisiert wird.
Die Podiumsteilnehmer waren sich darin einig, dass in ganz Europa die Debatte um die Auswirkungen und Ausmaße häuslicher Gewalt öffentlich stärker geführt werden müsse. Die Europaabgeordnete Hiltrud BREYER (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) betonte, dass die Zusammenarbeit in der Europäischen Union die Chance bietet sich auszutauschen, welche Maßnahmen wirksam sind gegen häusliche Gewalt und wie politische und gesellschaftliche Diskussionen angestoßen werden können.
Die Regisseurin des Films, Kirsi Marie LIIMATAINEN, brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass sie mir ihrem Film "Festung" Aufklärungsarbeit leisten kann und mitwirken kann, häusliche Gewalt aus dem privaten Umfeld in die Öffentlichkeit zur bringen.

 

Der Film

Das Zimmer liegt im Halbdunkel. Die Rollladen an den Fenstern sind bis auf winzige Sehschlitze heruntergelassen. Das adrette Einfamilienhaus verschließt sich vor der Nachbarschaft. Die Geschwister Johanna (13) und Moni (6) sind wie erstarrt und wagen sich nicht zu rühren. Die Mutter liegt neben ihnen auf dem Bett, verletzt, apathisch.

Alles sollte anders, schöner werden. Vor kurzem erst ist der gewalttätige Vater Robert von einer Therapie nach Hause zurückgekehrt. Die Familie scheint wieder vereint und intakt. Aber nichts hat sich geändert. Der Vater kann seine Aggression gegen die Mutter nicht unterdrücken. Er hat sich selbst nicht in der Gewalt.

Poster Festung
Poster Festung

Jede der drei Töchter sucht ihren eigen Ausweg in der Bedrohung: Moni, die jüngste, verschließt die Augen und begegnet der Situation mit Zorn, die älteste Schwester – längst ausgezogen – kehrt immer wieder zurück um zu provozieren und anzuklagen. Johanna, die 13-jährige, schweigt, verheimlicht, lügt. Alle wahren nach außen den Schein, aus Scham und aus Angstdavor, die Familie zu zerstören. Da wird die Fassade aus Verheimlichung und Wegschauen unerwartet erschüttert:

Johanna ist das erste Mal verliebt. In Christian (15), den Sohn ihres Sportlehrers. Das Mädchen steht nun zwischen den Fronten. Sie will die Familie retten, die Mutter und die kleine Schwester beschützen, aber sie möchte auch ihre erste Liebe erfahren dürfen.

Zerrissen zwischen dem strengen Pflichtgefühl, ihrer Loyalität gegenüber der Familie und dem langsam wachsendem Vertrauen zu ihrer Jugendliebe, muss Johanna sich entscheiden. Und handeln.

Mehr Informationen zum Film
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