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Das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München befindet sich im Isargebäude des Europäischen Patentamts
Das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München
 
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27-05-2020
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Premiere geglückt: #LunchTimeTalk mit Maria Noichl MdEP

über 60 TeilnehmerInnen bei erster Ausgabe des neuen Formats

Online-Diskussion
Online-Diskussion © EU-EP 2020

Am 27. Mai 2020 zur Mittagszeit lud das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München zum ersten LunchTimeTalk via "Zoom" ein. In einer Videokonferenz mit der Europaabgeordneten Maria NOICHL zum Thema "Der GreenDeal und die Frauen(rechte) in Europa - stille Opfer der Pandemie?" nutzten über 60 Online-TeilnehmerInnen die Gelegenheit, mitzudiskutieren und sich in Umfragen und im Chat zu beteiligen.

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Die Maßnahmen zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie lassen medial wenig Raum für andere wichtige Themen. Neben den viel diskutierten gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen für die Menschen in der Europäischen Union werden die Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel und für die Rechte der Frauen derzeit weniger beleuchtet.

Gleich zu Beginn stellte Maria NOICHL klar, dass die gegenwärtige Krise nicht als Ausrede dienen dürfe, um jetzt den GreenDeal und die ehrgeizigen Klimaziele der EU auf die lange Bank zu schieben. Sie sprach sich aber auch gegen ein „Draufsatteln“ bei den Umweltauflagen aus. Landwirtschaft und Industrie bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen und keine Entscheidungen nach Stimmungslage. Es dürfe jetzt nicht jeder seine alten Ideen aus der Mottenkiste kramen und in der Pandemie die Gunst der Stunde wittern, beschlossene Maßnahmen wahlweise zu verschärfen oder zu lockern.

Sie forderte außerdem ein Schulfach „Europa“ um das Wissen um die Bedeutung der Europäischen Integration tiefer in der Gesellschaft zu verankern. Bildung sei der Schlüssel im Kampf gegen FakeNews und Verschwörungstheorien, die aktuell wieder Konjunktur haben.

Als Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter sprach sie die Gefahren an, mit denen speziell Frauen in der Krise besonders bedroht konfrontiert sind. Nicht nur die ungleiche Lastenverteilung in der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen oder die Arbeitsbedingungen in den mehrheitlich von Frauen ausgeübten Pflegeberufen seine kritikwürdig. Besonders die Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Frauen bereite ihr große Sorgen und sie erneuerte ihre Forderung „Femiziden“ auch im Strafrecht eine besondere Bedeutung zuzumessen.

mit Maria NOICHL (MdEP)
mit Maria NOICHL (MdEP) © EU-EP 2020
 

Maria NOICHL, MdEP

Maria Noichl, MdEP (SPD)
Maria Noichl, MdEP (SPD) © EU-EP 2020

Maria NOICHL ist seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments, zuvor war sie fünf Jahre lang Abgeordnete des Bayerischen Landtags. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Entwicklung und im Unterausschuss für Menschenrechte. Maria Noichl ist Mitglied der SPD und seit 2018 Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen.

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